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In Erinnerung an den Priester Heinrich Schniers: Nach monatelangen
staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde Heinrich Schniers der Gestapo
überstellt und am 19. März 1942 in Sträflingskleidung durch die Straßen
von Leer geführt.
https://twitter.com/antifagruppe/status/1239882320284389377
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Heinrich Schniers besuchte das
Gymnasium Antonianum in
Vechta. 1907 wurde er in
Osnabrück zum
Priester geweiht. Seine erste Stelle trat er als Präzeptor (geistlicher Lehrer) des Konviktes in
Meppen an, von 1910 bis 1913 war er Kaplan in
Nordhorn, von 1913 bis 1921 Schulrektor in
Fürstenau und von 1921 bis 1933 Kaplan an
St. Bonifatius in
Lingen (Ems). Am 1. Mai 1933 wurde er zum Pfarrer an
St. Michael in
Leer
berufen. Er geriet rasch in einen offenen Konflikt mit dem NS-Regime.
Am 17. Dezember 1941 wurde er, wegen angeblicher „defätistischer
Äußerungen“ beim Besuch einer Familie, in „
Schutzhaft“
genommen. Zum Weihnachtsfest kam er auf Bitten der Pfarrgemeinde und
der Stadt Leer frei, wurde aber am 27. Dezember wieder verhaftet. Man
brachte ihn ins Gerichtsgefängnis nach
Nordenham. Nach monatelangen staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde er der
Gestapo
überstellt und am 19. März 1942 in Sträflingskleidung durch die Straßen
von Leer geführt. Am 3. April 1942 erfolgte die Verschleppung ins KZ
Dachau. Am 30. August 1942 starb er dort an Hunger und überschwerer
Arbeit.
Seine Urne wurde am 14. Oktober 1942 in Wippingen beigesetzt.
Heinrich Schniers war der Heimatpfarrer des sel. Lübecker Märtyrers
Kaplan
Hermann Lange.
Unsere kleine Kirchengemeinde Neuzirkendorf hat in der Kuratiekirche am 19. März, an ihn gedacht
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